Ausstellung »Parasiten und Symbiosen« Künstlerhof Roter Ochse / Schleusigen / 2012

Die Gemeinschaftsausstellung wurde von der befreundeten Künstlerin Verena Hahn initiiert. Ich habe mich mit dem Gedanken der Form-Symbiose im Schmuck beschäftigt und dem Zusammenwirken von Frucht und Kern.

Als Mutter einer einjährigen Tochter wählte ich die Technik des Häkelns mit feinen Silber- und Golddrähten, die ich überall ohne ein Goldschmiedewerkbrett zu benötigen, umsetzen konnte. Bei der Arbeit stellten sich mir Fragen: Welche Funktion hat die Hülle wenn sie nicht mehr gebraucht wird? Wie lange besteht eine solche Verbindung? Ist diese Verbindung lösbar und wieder herstellbar?

Entstanden sind Arbeiten, die die Antworten in sich tragen. Drahtgeflechte, die sich über Edelsteinkugeln stülpen lassen, tragbar als Anhänger. Alle Geflechte und Kugeln sind untereinander kompatibel.
Im Inneren kreisförmiger Häkelobjekte sind Stahlkugeln eingearbeitet, über deren Rückseite sich Gummiringe stülpen lassen. So kann man sie an einem Kleidungsstück als Brosche fixieren. Symbiotisch wirken hier das Geflecht und die Stahlkugeln zusammen, indem sie eine Iris-ähnliche Spiegelung erzeugen. Des weitern sind apfelgroße Objekte entstanden, die schwere Stahlkugeln in sich tragen, die ihnen Stand und Stabilität verleihen.